24 Stunden voller Einsatz, Teamwork und Spaß

24 Stunden Jugendfeuerwehr, zahlreiche Einsatzszenarien und jede Menge Teamwork: Von Samstag, 22. August, 13:00 Uhr bis Sonntag, 23. August, 13:00 Uhr fand gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Postau und Altheim eine 24-Stunden-Jugendübung statt. Federführend organisiert wurde die Veranstaltung von der Feuerwehr Altheim.

Fahrzeugkunde, Bettenlager und die erste Alarmierung

Zum Start der 24 Stunden wurden die Jugendlichen begrüßt und auf die verschiedenen Einsatzfahrzeuge aufgeteilt. Die Gruppen wurden dabei bewusst bunt aus den drei Jugendfeuerwehren zusammengestellt. So konnten sich die Jugendlichen nicht nur mit den Fahrzeugen und deren Ausstattung vertraut machen, sondern auch über die eigene Feuerwehr hinaus neue Kameradinnen und Kameraden kennenlernen.

Nach der ersten Fahrzeugkunde wurde das gemeinsame Bettenlager im Gerätehaus eingerichtet. Jungs und Mädchen schliefen dabei getrennt, während auch für die Betreuer ein eigener Bereich eingerichtet wurde.

Viel Zeit zum Eingewöhnen blieb allerdings nicht: Gegen 14:00 Uhr ertönte bereits der erste Alarm.

Brand bei Pitzl – Wasserentnahme aus einem Gewässer

Das erste Übungsszenario führte die Jugendlichen zu einem angenommenen Brand bei Pitzl. Aufgabe war es, eine umfangreiche Wasserversorgung aus einem fließenden Gewässer aufzubauen.

Hierzu wurde unter anderem ein Faltbehälter eingesetzt und eine Wasserversorgung für mehrere Strahlrohre aufgebaut. Die Jugendlichen gingen anschließend zur äußeren Brandbekämpfung vor. Zusätzlich wurde ein Wasserwerfer in Stellung gebracht.

Nach erfolgreicher Abarbeitung des ersten Szenarios ging es zurück zum Gerätehaus nach Altheim, das während der gesamten Veranstaltung als zentraler Anlaufpunkt diente.

Personenrettung am Gleis

Bereits gegen 17:00 Uhr folgte die nächste Alarmierung. Dieses Mal lautete das Einsatzstichwort „Personenrettung am Gleis“.

Auf einem stillgelegten Gleisabschnitt in der Isar-Au galt es, eine angenommene verletzte Person zu retten. Zusätzlich mussten die Jugendlichen einen Hubschrauberlandeplatz vorbereiten und absichern.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Einsatzes wartete am Gerätehaus bereits eine verdiente Stärkung: Es gab selbstgemachte Pizza. Anschließend blieb etwas Zeit, um sich auszuruhen und die vergangenen Stunden Revue passieren zu lassen.

Türöffnung und Verkehrsunfall

Doch auch der Abend sollte noch einiges bereithalten. Gegen 21:00 Uhr wurden die Jugendlichen zu einer Türöffnung nach Ohu alarmiert. Vor Ort stellte sich das Szenario jedoch als Fehlalarm heraus.

Lange Pause gab es trotzdem nicht: Von Ohu aus ging es direkt weiter zum nächsten Übungseinsatz – einem Verkehrsunfall mit einem Pkw, der gegen einen Baum gefahren war.

Dabei mussten zwei Personen aus dem Fahrzeug gerettet werden. Zusätzlich wurden drei weitere Personen vermisst. Diese hatten sich im angrenzenden Maisfeld und in der umliegenden Vegetation versteckt und mussten von den Jugendlichen gesucht und gefunden werden.

Nach erfolgreicher Abarbeitung des Einsatzes war für die Nacht zunächst Ruhe angesagt.

Feuerschale, Stockbrot und eine kurze Nacht

Der restliche Abend wurde gemeinsam am Gerätehaus verbracht. Rund um die Feuerschale konnten die Jugendlichen den ereignisreichen Tag ausklingen lassen. Natürlich durfte dabei auch Stockbrot nicht fehlen.

Während einige Jugendliche die Nacht etwas länger werden ließen, war spätestens um 6:00 Uhr Schluss mit Schlafen.

„Baum auf Straße“ und eine tierische Rettung

Mitten in der Nacht beziehungsweise am frühen Morgen ertönte erneut der Alarm. „Baum auf Straße“ lautete das Stichwort.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich glücklicherweise „nur“ um einen größeren Ast handelte, der mit wenigen Einsatzkräften schnell beseitigt werden konnte.

Kaum war dieser Einsatz beendet, folgte bereits die nächste Übungsalarmierung: „Kleintierrettung am Gerätehaus in Altheim“.

Das „Tier“ war dabei durchaus besonders – das Maskottchen der Jugendfeuerwehr Postau, „Opa Xade“, hatte sich auf das Dach des Gerätehauses verirrt. Bei Opa Xade handelt es sich um einen Feuersalamander als Stofftier, der natürlich nicht einfach seinem Schicksal überlassen werden konnte.

Die Jugendlichen machten sich an die Rettung und konnten Opa Xade schließlich wohlbehalten vom Dach holen.

Anschließend wartete ein gemeinsames Frühstück auf die Mannschaft. 

Jugendflamme als Abschluss

Nach dem Frühstück stand noch ein weiterer wichtiger Programmpunkt auf dem Plan: die Abnahme der Jugendflamme.

Auch aus unseren Reihen stellten sich Jugendliche den Prüfungen. Dabei wurde einmal die Jugendflamme Stufe 2 und sechsmal die Jugendflamme Stufe 1 erfolgreich abgelegt.

Nach der Abnahme wurden die Fahrzeuge und das Gerätehaus gemeinsam wieder auf Vordermann gebracht. Schließlich sollte nach 24 Stunden intensiver Übung auch alles wieder ordentlich übergeben werden können.

Erfolgreicher Abschluss nach 24 Stunden

Zum Abschluss wurden vor dem gemeinsamen Mittagessen die erworbenen Abzeichen verliehen. Anschließend richteten der ehemalige Jugend-KBM Josef Stocker sowie Bürgermeister Daniel Braun noch einige Worte an die Jugendlichen.

Nach insgesamt 24 Stunden mit zahlreichen Übungseinsätzen, technischen Aufgaben, gemeinsamen Mahlzeiten, wenig Schlaf und vor allem viel Teamwork ging damit eine abwechslungsreiche Jugendübung zu Ende.

Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr Altheim für die Organisation sowie an alle Betreuerinnen und Betreuer, die diese 24 Stunden möglich gemacht haben.

Besonders schön war dabei der gemeinsame Gedanke: Drei Jugendfeuerwehren, eine Mannschaft.

Für unsere Jugendlichen waren die 24 Stunden nicht nur eine Gelegenheit, verschiedenste Einsatzszenarien praktisch zu üben. Sie konnten dabei auch neue Freundschaften schließen, voneinander lernen und erleben, wie wichtig Zusammenarbeit im Feuerwehrdienst ist.

Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Aktion mit den Jugendfeuerwehren aus Altheim und Postau!